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Die Bestände sind deshalb meist überaltert, schlecht gepflegt bis hin zur völligen Auflassung und Verbuschung.

Point of View Dynamics 365: Die Zukunft digit ...

Wie Ihre Projekte können wir klein und regional oder groß und überregional sein.

Doch lange Zeit wurde kaum nachgepflanzt; deshalb sind heute viele Bäume zu alt, Herbststürme und Gewitter machen ihnen zu schaffen. Erst nachdem Naturschützer den Lebensraum Streuobstwiese entdeckt hatten, wurden wieder neue Apfel-, Birnen-, Mirabellen- und Zwetschgenbäume gesetzt. Doch dies kann nicht ausgleichen, dass es viel weniger Streuobstwiesen gibt als früher. Auf Mineraldünger wird weitgehend verzichtet.

Wie sind Streuobstwiesen entstanden? Heute geschicht die Produktion mehr auf Niederstämmen, aber für den Apfelwein ist das Streuobst wichtiger. Viele Früchte wurden eingelagert, zu Gelee, Saft oder Wein verarbeitet. Während vom Sommer bis in den späten Herbst das Obst jeweils frisch geerntet und zu Hause weiterverwertet werden konnte, wurde täglich in kleinen Mengen frisches Gras geschnitten.

Dies war Futter für das beim Haus gehaltene Kleinvieh. Eigens angestellte behördliche Obstbaumwärter waren für deren Pflege zuständig. Überschüssige Ernteerträge wurden auf die Wochenmärkte gekarrt und dort verkauft. In unzähligen Familien sah man die erzielten Erlöse als notwendiges, wenngleich zumeist geringes Zubrot an. Die heute als althergebracht empfundenen Strukturen des Streuobstbaus begannen sich erst im Jahrhundert voll zu entwickeln.

Dabei gaben wirtschaftliche Überlegungen den Ausschlag. In der Regel führte die Umstellung nicht direkt zu den uns vertrauten Baumwiesen, sondern zunächst zu Baumäckern.

Erst später wurde dann die oft durch Hanglage und Bäume doppelt erschwerte ackerbauliche Nutzung durch die einfacher zu handhabende Grünlandnutzung ersetzt - dies um so mehr, als die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung inzwischen erheblich gestiegen war. Mit dem Aufkommen moderner Produktionsverfahren, der Verteuerung menschlicher Arbeitskraft und unter dem Kostendruck ausländischer Produzenten erwiesen sich die traditionellen Strukturen jedoch als unwirtschaftlich.

Dagegen blieben Streuobstwiesen auf Standorten, die solche Alternativen nicht boten, fast unvermindert erhalten, vor allem in Landschaften mit ausgedehnten Hanglagen. Jedoch ist die Existenz dieser Bestände bedroht, weil die Besitzer nur geringes Interesse an der Fortführung sowohl der obstbaulichen Nutzung als auch der Futtergewinnung haben.

Die Bestände sind deshalb meist überaltert, schlecht gepflegt bis hin zur völligen Auflassung und Verbuschung. Durch fehlende Schnitte hängen viele Bäume übereich voll, der Baum zerbricht an der Last der Früchte.

Die Konsequenzen lassen sich leicht ausmalen. In Hessen stehen auf Streuobstwiesen etwa eine Million Bäume - deutlich weniger als früher.

Die Fläche wird nach Angaben des Naturschutzschutzbundes auf fast 9. Warum sind Streuobstwiesen wertvoll? Die vom Streuobstbau geprägten Gebiete zählen zu den vielfältigsten mitteleuropäischen Kulturlandschaften. Mit der Vielfalt des Landschaftsbildes ist die Erholungswirkung auf den Menschen eng verknüpft.

Streuobstlandschaften sind Erholungsräume, die namentlich von der Stadtbevölkerung gern aufgesucht werden. Im Laufe ihrer Entwicklung sind die Streuobstwiesen zum Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten geworden, der ihnen aus zweierlei Gründen das Überleben ermöglicht: Dazu gehören viele bunt blühende Kräuter und Leguminosen. Nicht zu vergessen ist der Strukturreichtum der alten Obstwiesen, der sich im dichten Nebeneinander der unterschiedlichsten Biotope zeigt: Entsprechend der Vielfalt an Lebens.

Mit ihrer Sortenvielfalt bilden die Baumbestände zudem ein reichhaltiges Genreservoir. Werden die Wiesen nicht gepflegt, dann dezimiert sich die Artenvielfalt. Von einer für Streuobstgebiete typischen Tierwelt, die auch die seltenen Vertreter beherbergt, kann man erst ab einer Mindestfläche von etwa drei Hektar Dabei sind es speziell die nicht mehr voll im Ertrag stehenden, hie und da ein wenig verwilderten Bestände, die diesen Arten die besten Lebensmöglichkeiten bieten.

Dazu kommen Ameisen und vieles mehr, teilweise kaum wahrnehmbar. Wenn es um Wildbienen, Ameisen, Käfer, Heuschrecken oder Spinnen geht, wird der Wert der Streuobstwiesen oft nicht ausreichend gewürdigt. Insgesamt sind es mehr als 3. Viele Tierarten konnten beobachtet werden, darunter nicht wenige, die als gefährdet auf den Roten Listen stehen, beispielsweise Garten- und Siebenschläfer, Haselmaus, Fledermaus, Steinkauz, Wiedehopf, Specht, Wendehals, Gartenrotschwanz, zahlreiche Schmetterlingsarten.

Die Bäume tragen auch zur Verbindung von Lebensräumen bei und dienen zudem als Bienenweide. Auch der Kleinspecht, den wenigsten bekannt, ist in weitläufigen Streuobstflächen zu Hause. Hinzu kommen Fledermäuse und Siebenschläfer. Aber auch für Holz bewohnende Wildbienen und Schlupfwespen ist Totholz lebensnotwendig. Sein Anteil am gesamten Holzbestand einer Streuobstfläche sollte 10 bis 15 Prozent betragen. Alte Bäume bieten immer hin Lebensraum. Kaum eine andere landbauliche Kulturform wirkt in gleicher Weise wie der Streuobstbau der Bodenerosion in Hanglagen entgegen.

Weil nahezu kein Boden abgetragen wird, entfällt auch die oberflächige Verlagerung von Nährstoffen und deren unerwünschter Eintrag in Gewässer. Ebenso ist auch die Auswaschung von Nährstoffen durch das Sickerwasser meist gering. Da zudem ein massiver Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Herbiziden unterbleibt, werden auch von dieser Seite her Böden und Gewässer nicht belastet.

Viele Bestände verfallen auch, weil sie nicht mehr gepflegt werden. Niedrigstämmige Bäume, die leichter zu ernten sind und schneller tragen, sind an die Stelle der hochstämmigen Arten getreten. Wird das Grünland nicht gemäht, so wird aus der Brache recht schnell ein Gestrüpp, ein Vorstadium zum Wald. Es bleibt sehr viel zu tun, will man nur den jetzigen Zustand bewahren: Soll man Streuobstwiesen unter Schutz stellen? Angesichts des raschen Verschwindens dieser wertvollen Bestandteile der Kulturlandschaft erhebt sich die Frage, ob ihre Sicherung nicht durch Ausweisen als geschützte Landschaftsbestandteile erreicht werden könnte.

Die Kommunen sollten deshalb künftig im Rahmen der Flächennutzungsplanung wertvolle Obstwiesen erfassen und als geschützte Landschaftsbestandteile sichern. Ohne eine laufende Betreuung, Pflege und Bewirtschaftung sind diese typischen Kulturbiotope auf Dauer nicht zu erhalten. Deshalb sollte hier das private Interesse mit einbezogen werden und die Ausweisung als geschützter Landschaftsbestandteil nur dann vorgenommen werden, wenn der Bestand gefährdet ist.

Privates Interesse ist am ehesten dort anzutreffen, wo der Obstbau nicht den Hauptbetriebszweig und damit die Existenzgrundlage einer Familie darstellt, denn: Würde man dies tun, ergäbe sich ein sehr geringer Stundenlohn. Zur langfristigen Sicherung der Bestände sind Ersatzpflanzungen für gerodete oder abgängige Bäume notwendig. Hier ist ein Anteil von etwa 10 Prozent Jungbäumen 1.

Standjahr innerhalb des Baumbestandes anzustreben. Jeder Baum benötigt in den ersten Jahren einen Pfahl zur Standsicherheit. Beim späteren Auslichtungsschnitt kann dann zu einem mehrjährigen Turnus übergegangen werden. Um Fehler zu vermeiden, sollten Baumpflegekurse besucht werden. Auf das Kurzhalten des Unterwuchses kann selbst bei extensivster Bewirtschaftung nicht verzichtet werden, weil die Wiese sonst in wenigen Jahren total verbuschen würde.

Um die besonders in Hanglagen mühsame Arbeit des Mähens zwischen den Stämmen zu vermeiden, wird vermehrt versucht, die Wiese durch Beweiden mit Tieren kurz zu halten.

Dabei ist jedoch mit einer erhöhten Gefährdung von Bäumen und Grasnarbe zu rechnen. Wo das Gras gemäht wird, kann es entweder als Mulchmasse an Ort und Stelle liegenbleiben oder entnommen werden. Im ersteren Fall ist in der Regel keine weitere Düngung erforderlich; bei Entnahme dagegen müssen die entzogenen Nährstoffe wieder zugeführt werden, sollen die Bäume mit der Zeit nicht Mangel leiden. Die Pflege kann interessierten Landwirten übertragen werden.

Sollte man Streuobstwiesen unter Naturschutz stellen? Hier bieten sich mehrere Möglichkeiten an, wie. Welche Obstarten und -sorten sind geeignet? Bei Ersatzpflanzungen ist konsequent auf robuste, wenig pflegebedürftige Arten und Sorten zu achten. Damit wird einerseits eine Senkung des Arbeitsaufwandes und der Bewirtschaftungskosten, andererseits eine Erhöhung des Wertes als Lebensraum erreicht. Als landschaftsprägende Einzelbäume, bei denen der Obstertrag keine Rolle spielt, können Wildobstarten, vor allem Vogelkirsche und Vogelbeere, auf geeigneten Standorten auch Edelkastanie und Speierling, vorgesehen werden.

Wenn auch die typischen Sorten des extensiven Streuobstbaues relativ wenig empfindlich sind, so gilt es doch, auch hier gewisse Ansprüche an Boden und Klima zu beachten. Sehr trockene, flachgründige Standorte sowie Böden mit hoch anstehendem Grund- oder Stauwasser scheiden für den Anbau aus. Ebenso müssen bestimmte klimatische Grenzen berücksichtigt werden.

Einen Überblick gibt das mittlere herausnehmbare Faltblatt. In verschiedenen Bundesländern und Landkreisen wurden inzwischen auch regionalgültige Sortimente speziell für den Streuobstbau zusammengestellt. Zum Teil können Landwirtschaftskammern und örtliche Verbände weitere Auskünfte darüber geben.

Auch die Auswahl der passenden Unterlage spielt eine wichtige Rolle. Sämlingsunterlagen sind starkwüchsig und frosthart und somit sehr gut als Unterlage für Hochstämme geeignet. Anerkannte Markenbaumschulen bieten in der Regel ein Sortiment von Unterlagen und veredelten Hochstämmen in einheitlicher Qualität. Sortimente geeigneter regional üblicher Sorten werden in verschiedenen Bundesländern und Landkreisen zusammengestellt.

Was kann der Einzelne tun? Hier geht zunächst ein Appell an die Besitzer der Streuobstwiesen, diese weiter zu nutzen. Ist die Bereitschaft nicht mehr vorhanden, ist es möglich. Alle Schutzbemühungen können auf Dauer nur Erfolg haben, wenn sich interessierte Menschen persönlich dafür einsetzen.

Hier sind zunächst die Besitzer der Wiesen angesprochen, ob sie die oft beschwerliche Pflege ihrer Bestände bei nur geringem wirtschaftlichem Ertrag weiterführen wollen. Über solche Angebote können Personen, die selbst keine Streuobstwiese besitzen, zu deren Erhalt direkt beitragen.

Wer sich stärker engagieren will, braucht neben gutem Willen auch Fachkenntnisse. Man wende sich an die zuständige Obstbauberatungsstelle des Kreises, den örtlichen Obst- und Gartenbauverein, das Landwirtschaftsamt, die Untere Naturschutzbehörde.

Zur Pflanzung von Jungbäumen sollte die Pflanzgrube 80 mal 80 Zentimeter breit und mindestens 50 Zentimeter tief sein. Als Pflanzzeit ist der Spätherbst aufgrund der besseren Haarwurzelbildung dem Frühjahr vorzuziehen. Obstbäume sind durchweg Kulturpflanzen, wenn auch manche der ursprünglichen Wildform noch recht nahe stehen.

Wiesen mit altem Obstbestand werden nicht intensiv gedüngt: Besondere Beachtung finden die mageren Bereiche, auf denen Orchideen, Primeln, Salbei und andere geschützte Pflanzen wachsen. Der winterliche Baumschnitt zielt lediglich darauf ab, die Fruchtholzbildung im Kronenbereich anzuregen. Welche wirtschaftliche Bedeutung haben Streuobstwiesen heute? Trotz seiner stark geschwundenen wirtschaftlichen Bedeutung für den Einzelbetrieb stellt der Streuobstbau in seiner Menge auch heute noch einen erheblichen Marktfaktor dar.

Den landwirtschaftlichen Betrieben kann die Behandlung dieser Fragen nicht alleine auferlegt werden. Wo kann ich mich informieren? Wer sich stärker engagieren möchte, braucht neben gutem Willen auch ausreichende Fachkenntnisse. Die zuständige Obstbauberatungsstelle des Kreises, der örtliche Obst- und Gartenbauverein, evtl. Spezielle Lehrgänge versuchen heute diesem Mangel an Erfahrungen wieder abzuhelfen. Orts- und Regionalgruppen von Naturschutzvereinigungen haben sich in bemerkenswerter Weise des Problems angenommen.

Wo örtliche Initiativen fehlen, kann man sich auch über die Bundes- bzw. Landesgeschäftsstellen solcher Verbände entsprechende Informationen beschaffen. Auf Bundesebene seien genannt: Wer sich weiter informieren möchte, wende sich an die Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalten für Gartenbau,: Traditionell entstandene Obstgärten in der näheren Umgebung von Siedlungen. Streuobsterträge im Vergleich zu Erträgen des Tafelobstanbaus im Zeitraum bis Rechtzeitiges Nachpflanzen von Jungpflanzen in lückig gewordene Altbeständen sichert die Kontinuität der Streuobstwiesen.

So stark verbuscht ist eine Streuobstwiese schon nach wenigen Jahren, wenn der Unterwuchs nicht kurzgehalten wird. Durch die Beweidung mit Schafen oder Rindern kann der Unterwuchs kurze gehalten werden. Zartes Rosa und feiner Duft sind für Apfelblüten charakteristisch.

Brettacher — eine besonders in Süddeutschland verbreitete robuste Apfelsorte mit vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Eine Streuobstwiese mit Kirschbäumen ins ehr schöner Herbstfärbung.

Die Maintaler Streuobstwiesen mit über Allein in der Gemarkung Maintal umfassen die Streuobstflächen eine Gesamtfläche von mehr als Hektar. Zusammen mit den Flächen im Osten Frankfurts, mit denen die Maintaler Streuobstwiesen eine ökologische Einheit bilden, sind es sogar über Hektar.

Die neuen Bäume haben erst in 25 bis 30 Jahren die Baumhöhe erreicht, wie sie beispielsweise dem Steinkauz als Brutstätte dient. In Maintal befindet sich ein Schwerpunkt der hessischen Steinkauzpopulation mit mehr als 40 Brutpaaren waren es gerade Nur einzelne Individuen reichen das Greisenalter von sieben neun Jahren. Nestjung wurde das Weibchen beringt und erst kürzlich bei der Niströhrenreinigung wieder angetroffen.

Sie hat also das stolze Alter von neun Jahren bereits überschritten. Feldmäuse, europäische Igel, Haselmäuse, Hermeline sowie Wasserspitzmäuse leben unter den Obstbäumen, sie gelten ebenfalls als gefährdet. Es sollten erst einmal die Besitzer bestehender Streuobstwiesen dazu motiviert werden, diese zu pflegen. Teilweise sehe es dort schlimm aus. Man wolle erst einmal günstigere Preise abwarten. Totes Holz wird herausgeschnitten, Äste werden gekürzt und die Krone leicht heruntergesetzt.

Die fünf Jahre lange Grundsanierung sieht vor, bis zu ihrem Ablauf zwei Drittel des Baumbestandes zu schneiden und bestehende Lücken mit Neuanpflanzungen zu füllen. Vor allem sollen vernachlässigte alte Hochstämme gesund saniert werden, neue Bäume in den Lücken nachgepflanzt, sich um dauerhafte Pflege der Gehölze und des Unterwuchses gekümmert und Wege zur sinnvollen Verwertung des geernteten Obstes gesucht werden.

Darum wurden im März zur Hervorhebung der Bedeutung auch von Wildobst etliche herkunftsreine Wildbirnen gepflanzt. Faust bei der Pflanzaktion in Maintal. So können auch dieses Jahr wieder etliche Bäume eine Pflege erhalten und Lücken im Baumbestand ergänzt werden. Einige für die Nahrungssuche wichtige Bereiche sollen entbuscht werden. Von den mannigfachen Kulturformen der Birne unterscheidet sich die Wildbirne durch ihren kleineren Wuchs Normalfall fünf bis 15 Meter Wuchshöhe und ihre kleineren holzigen Früchte.

Die Bäume können bis zu Jahre alt werden. Um noch mehr Maintaler Äpfel ernten zu können, haben sich Stadt und Pflegeverband nun eine Ernteaktion für den Samstag, Oktober , einfallen lassen.

Wer nicht selbst die Früchte vom Baum holen will, kann das den Jugendlichen der Feuerwehren und der Dörnigheimer Vogelschutzgruppe überlassen. Sie pflücken die Äpfel und bringen sie zur Kelterei.

Der Erlös kommt der Jugendarbeit zugute. Die Stadt sichert die Ernte unter fachkundiger Aufsicht zu. Beim Obst geht es zu wie bei der Kleidung: Es kommt auf die Mode und den guten Geschmack an. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es rund 1. In den tendenziell schlechten Botschaften rund um den Apfel, der in Religionen, Märchen und Mythen eine hervorgehobene Rolle spielt, verstecken sich andere gute Nachrichten.

Die im Laufe der Kulturgeschichte von Menschen entwickelte ungeheure Vielfalt der Sorten ist ernsthaft bedroht. Unsere Welt aber scheint diesen Reichtum nicht zu erkennen. Das ist die traurige Seite. Es gibt staatliche und private Genbanken, in denen bedrohte Sorten dauerhaft gespeichert werden.

So in Pillnitz bei Dresden in einer Genbank und mittlerweile auch in Hessen. Dabei gehe es nicht um neue Sorten: Es sind sehr alte, deren Name vergessen ist.

Verantwortlich für diese Entwicklung ist nach Bades Worten eine Sortenvereinheitlichung, die vor 60 bis70 Jahren eingesetzt habe. Also hat sich der Erwerbsobstbau auf die Sorten konzentriert, die besonders beliebt sind, schnell wachsen und leicht geerntet werden können. Die Zahl der Apfelsorten sei zwar nicht gesunken, es gebe sie nur nicht mehr zu kaufen: Zu kaufen gibt es im Supermarkt in ganz Deutschland aber vielleicht zehn.

Wir staunen jedes Mal und im nächsten Jahr sind es dann noch wieder mehr. Dabei wollten die Leute vor allem zu alten Sorten zurück: Aus Sicht eines Forschers ist das natürlich eine gute Entwicklung.

Erfolgreich war die Idee, die Ökologie mit der Ökonomie zu verbinden. Besonders wichtig ist die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, vor allem gegen Schorf, Mehltau und Feuerbrand, denn nur sie gewährleistet einen minimalen Pflegeaufwand. Besser ist es, selbst zu probieren. Sie bilden nur sehr kurze Fruchttriebe, brauchen also keinen Schnitt.

Pompink und Pomforyou liefern schon im Jahr nach der Pflanzung bis zu fünf Kilogramm wirklich aromatische Früchte und zeigten sich in Versuchsanlagen als ausgesprochen widerstandsfähig. Nun gibt es nur noch eine Hürde: Apfel- und Birnbäume sind nicht selbst fruchtbar und brauchen eine fremde Befruchtersorte mit annähernd gleicher Blütezeit. Steht im Nachbargarten oder nicht weiter entfernt als Meter ein anderer Baum, ist das Problem gelöst. Sicherer ist der Anbau von mindestens zwei Bäumen verschiedener Sorten.

Die Baumschule berät bei der Partnersuche. Zwetschen, Zwetschgen oder auch Quetschen genannt, geben sich lieber unabhängig. Zwar gibt es unter den bewährten, alten Sorten noch einige, die auf eine Befruchtersorte angewiesen sind. Die meisten, vor allem die neueren Züchtungen sind selbstfruchtbar. Es gibt sie im Gartencenter. Hochstamm-Obstbäume haben zwischen dem achten und Standjahr die besten Obsterträge. Es können in guten Jahren bis zu mehrere hundert Kilo pro Baum geerntet werden.

Altere, hochstämmige Mostobstsorten eignen sich nicht immer als Tafelobst oder zum Frischverzehr. Dafür bringen sie ohne Spritzmittel hohe Erträge und haben bei richtiger Pflege eine lange Lebensdauer bei nur geringen Ansprüchen an den Boden. Viele Sorten haben ein unverwechselbares Aroma und hohe Säuregehalte.

Ansprüche an Boden und Lage. Keine zu nassen Böden. Am besten offener Boden. Auch bei hoher Bodenfeuchte. Kirchensaller Mostbirne, IX-X, sehr starkwüchsig, niedriger Zucker- und Säuregehalt, bewährter Samenspender für Sämlingsunterlagen, besonders langlebig. Schweizer Wasserbirne, X-XI, sehr starkwüchsig, niedriger Zucker- und Säuregehalt, raschwüchsig, besonders langlebig, mittlerer Qualität, schlechter Pollenspender. Weilersche Wasserbirne, X-XI, niedriger Säuregehalt, wertvolle Mostsorte, straffe, dekorative Krone, besonders langlebig, kleinfrüchtig.

Wildling vom Einsiedel, X-XI, starkwüchsig, niedriger Zucker- und Säuregehalt, ertragreiche, gute Mostsorte, sehr kleinwüchsig, besonders gute Klärwirkung. Der Brennkirschenanbau erstreckt sich bin Meter, in wärmeklimatisch bevorzugten Regionen bis Meter. Dieter Merz ist Obstbauer. Mit seinen Apfelbäumen scheint er tief verbunden. Sechs bis acht Wochen lang wird geerntet. Er pachtete fünf alte Streuobstwiesen von der Gemeinde. In sechs langen Reihen stehen die neuen Bäumchen.

Seit drei Jahren sucht er fieberhaft nach ihr. Einmal begegnete er ihr im vergangenen Oktober. Sie hing an einem Baum in der Rhön. Ähnlich klingen Argumente bezüglich des Anbaus von heimischen Obstbäumen. Das, was früher war, zu erhalten. Obstfibeln aus jener Zeit zählten bis zu verschiedene Apfelsorten in Deutschland. Clement, der sich seinen Dr. Hat man eine alte Sorte erst einmal gefunden, kann man sie mit Hilfe von Reisig vermehren.

Doch auch wenn es keiner Instrumente dazu bedarf. Das sind in der Regel Waldränder und sonnige und trockene Standorte. Die jeweiligen Naturschutzgruppen beteiligen sich an der Pflanzung und Pflege. Welcher Gartenbesitzer träumt nicht davon. Wenige Formen der Natur sind uns so vertraut wie die der Birne. Wer aber verbindet heute noch den Begriff Birne mit dem Geschmack und dem Aroma der einst so beliebten Frucht?

Keine Frage, das in früher Zeit so hochangesehene Obst, das im Jahrhundert aus den Gärten der Schlösser und Klöster in die Gärten der Burger und Bauern gelangte, droht zu verschwinden. Längst haben andere Obstsorten der Birne den Rang abgelaufen. Birnbäume sorgten nicht nur für leckeres Obst, sie prägten mit ihren markanten Baumgestalten auch die Landschaft.

Gerne wurden sie als Hausbaum gepflanzt, erreichen sie doch mit weit mehr als Jahren ein für Obstbäume stattliches Alter. Allein im Alpenraum gibt es mehr als 2.

Heute verschwindet diese Vielfalt. Der Erwerbsobstbau hat sich schon früh auf einige wenige erntestarke Garanten konzentriert. Gründe für den Niedergang der Birne zu finden fällt leicht.

Und es sind keineswegs nur Krankheiten wie der Birnengitterrost Gymnosporangium sabinae und der Feuerbrand Erwinia amylovora , die zum Niedergang des einstmals so beliebten Kernobstes geführt haben.

Im Gegensatz zum Apfel ist die Birne nicht so gut zu lagern, und die früher üblichen Methoden wie das Dorren oder Einkochen sind aus der Mode gekommen. Nicht nur aus nostalgischen Gründen machen sich Wissenschaftler wie Hartmann auf die Suche nach verschollenen alten Sorten.

Jahrhundert bekannt und besonders in Baden verbreitet war. Die Obstgärtner an der Universität in Hohenheim haben mittlerweile über Birnensorten gesammelt und sind so in der Lage, Edelreiser an Interessierte weiterzugeben. Für den Obstbau ist die Genreserve, die in den alten Obstsorten verborgen ist, unverzichtbar. Aber der Wissenschaftler bricht auch eine Lanze für die geschmacklichen Qualitäten, die viele der alten Sorten auszeichnen. Hier trifft sich das Interesse der Forscher mit dem der Gourmets.

Sie ist, sagt er, hervorragend zum Mosten geeignet. Die zögen gegen alles, was sich Champagne oder Champagner nennt, vor Gericht. Ein Schlag ins Gesicht für die Bemühungen um die traditionellen Obstsorten. Obstwiesen ohne Birnen waren früher undenkbar. Auch diese Verwendung gerät in Vergessenheit.

Früher stellte man Latwerge aus Zwetschgen oder aus Birnen her. Wer sich für die Birne entscheidet, der findet mittlerweile wieder ein breites Angebot. Lokale Sorten aus der Pfalz bietet die Baumschule Ritthaler an. Umfang reich ist auch das Sortiment der Baumschule Brenninger in Oberbayern.

Neuigkeiten für den Garten gibt es auch bei den Birnen. Die Früchte schmecken besonders würzig und die Sorte ist noch widerstandsfähiger gegen den gefürchteten Feuerbrand. Damit Birnbäume klein bleiben und nicht so mächtig werden wie die Veteranen auf den alten Streuobstwiesen, pfropft man die Edelsorte in der Baumschule auf eine Quittenunterlage. Vor allem in den ersten drei Standjahren ist eine dicke Mulchschicht aus Laub oder Stroh als Winterschutz dringend geraten.

Baumschule Brenninger, Hofstarring 2,. Der Speierling wurde erstmals im Der Speierling sei vor allem bei den Frankfurter Juden beliebt gewesen. Wie viele andere Pflanzen soll auch der Speierling ursprünglich aus dem asiatischen Raum kommen oder aus dem nördlichen Mittelmeerraum und im Balkan.

Der Speierling ist ein submediterranes Gewächs. Seit der Antike wurden die Früchte als Nahrungsmittel geschätzt und die Baumart kultiviert. Die Römer führten den Speierling als Obst nördlich der Alpen ein. Über Frankreich durch das Rhonetal oder über den Jura kam er bereits vor Im Mittelalter war der Speierling ein wichtiges Kulturgehölz.

Der gerbstoffreiche Saft der unreifen Früchte wird manchmal in geringen Mengen von dem Apfelwein zugefügt. Dieser haltbare, herbe Apfelwein wird verkürzend Speierling genannt und ist eine Spezialität im Frankfurter Raum. Heute werden sie zu Mus, Marmeladen und zu Speierlingsbrand verarbeitet. Daran erinnern auch die gefiederten Blätterripsen des mächtigen Baumes. Der Speierling wird bis zu 30 m hoch. Er beeindruckt durch eine weitausladende, bis zu 40 Meter breite Krone und einen Stamm mit bis zu Zentimeter Durchmesser und einem Umfang von vier bis fünf Metern.

Er wächst nur sehr langsam und kann oder oder gar Jahre alt werden. In Kronberg soll es einmal ein Speierling auf Jahre gebracht haben. Der Baum ist eine prachtvolle Erscheinung: Im Spätsommer liefert er vielfältig verwertbare Früchte.

Sie sind sehr sauer und gerbstoffhaltig, später werden sie teigig. In einer Erntezeit liefert er bis zu sechs Zentner an Frucht. Auch Kämme können hergestellt werden, angenehm samtig anzufühlen. Heute spielt der Stamm auf dem Holzmarkt wirtschaftlich keine Rolle. So erreichen die Bäume leicht ein sehr hohes Alter. Dort, in Hochstadt, steht auch das älteste bekannte Exemplar der Region: Gut Exemplare fanden sie in dieser früheren Hochburg gerade nur.

Und keine Baumschule hatte Nachwuchs im Sortiment. Heute sind die Bäume meist überaltert und der Nachwuchs fehlt. Heute hat er wegen seiner geringen Zahl die Fähigkeit verloren, sich genetisch ohne fremde Hilfe natürlich fortzupflanzen. Nachpflanzung ist auch eine Kostenfrage. Bis vor einem Jahrzehnt hat sich auch so gut wie kein Forstwirtschaftler für den Speierling interessiert. Heute ist das anders.

Professor Kausch-Blecken ist ein guter Freund dieses Baumes. Eine Wiederkehr des Baumes wäre auch im Rahmen der Aufforstung denkbar. Mit Speierling aber holen sich selbst Amseln gern einen Schwips. Im Jahr zahlt die Rödelheimer Apfelweinkelterei Possmann die fachgerechte Fürsorge an dem Ockstädter Speierling und sieben weiteren markanten Speierlingen, die zwischen Main und Taunus alt geworden sind. Aufwendig und teuer ist aber nach wie vor die Herstellung des Speierlings.

Ende August oder Anfang September werden die noch nicht ganz ausgereiften speibitteren Früchte gepflückt. Die gewünschte Säure haben nur die frischen Früchte. Ihr Säuregehalt ist zu dieser Zeit am höchsten.

Früchte werden dann in die Kelterei geliefert. Der Saft wird dann in Kanistern kühl gelagert, um ein vorzeitiges Gären zu verhindern,. Auch die althessischen Kelterer haben sich an dieses Rezept gehalten. Dieser geringe Zusatz bewirkt eine bessere Haltbarkeit. Der Zusatz von Speierlingsaft bewirkt auch eine schnellere Klärung und gerbstoffreicheren Geschmack. Im Zeitgeschmack liegt dafür heute das herbe Aroma der Früchte.

Noch nach Tagen spürt man das im Mund wegen der Bitterstoffe. Den Spitzenbrand lieferte ein junger Destillateur aus Niederosterreich, knapp vor einem Konkurrenten aus Luxemburg. Es ist an der Zeit, für zusätzliche Anpflanzungen und Arterhaltung zu sorgen. Eines der ältesten Exemplare der unter Naturschutz stehenden Baumart ist in Hochstadt zu bewundern. Dort pflegt Christa Fischer einen über Jahre alten Speierlingbaum. Ihr Zustand bereitet dem Ortsbeirat Sorgen. Vermutlich aus Unkenntnis vernachlässigen die Pächter jedoch die drei Speierlinge.

Den Bäumen fehle es nicht nur an einem ordentlichen Schnitt. Einer der Besitzer ist Konrad Jung. Was auf seinem Grundstück geschehe, gehe die Ortsbeiräte nichts an. Der Speierling schmückt natürlich auch den Hausgarten, falls dieser nicht zu klein ist.

In Maintal nimmt sich vor allem der Lionsclub des Erhalts des Speierlings an. Mit dieser Aktion soll auch Geld eingenommen werden, das wiederum sozialen Projekte zugute kommt. In Maintal mit seinen alten gewachsenen Streuobstwiesen sind vom Speierling - einem Wildobst mit kleinen, birnen- oder apfelförmigen, stark gerbstoffhaltigen Früchten - noch viele Altbäume erhalten. In Maintal fehlte solch eine Kartierung bisher. Vom Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt Stadt Maintal werden unterstützend Informationen bereitgestellt, lokale Spezialisten unter anderem aus dem Arbeitskreis Streuobst Maintal werden ergänzend befragt.

Sie fruchten fast jährlich, liefern dann bis zu Kilogramm Früchte pro Baum und erreichen bis zum Alter von Jahren einen Stammdurchmesser von bis zu Zentimetern. Aufgrund des geänderten Nutzungsverhaltens wurden viele Speierlingsbäume auf den Streuobstwiesen zwischen den er und er Jahren jedoch nicht ausreichend gepflegt und zu wenige Jungbäume nachgepflanzt.

Es kommt dabei eine Methodik zur Anwendung, die bereits im Frankfurter Raum getestet wurde und von der Unteren Naturschutzbehörde nun als wesentliche Arbeitsgrundlage verwendet wird. Die Arbeiten können nur von ausgewiesenem Fachpersonal mit Erfahrung in der Beurteilung von Bäumen und insbesondere Altbäumen erledigt werden.

An die 20 Meter dürfte seine Krone in die Höhe reichen und noch weiter in die Breite. Ein Ziel dieser Allee ist es, deren genetische Vielfalt bewahren. Denn gesucht und gepflanzt werden Jungbäume von möglichst vielen unterschiedlichen Vätern. Viele Signale dieser Art sind in den letzten Jahren in Wehrheim gesetzt worden: Er denkt aber schon weiter: Die Aktion ist erst ein Anfang.

Der Speierling steht unter Naturschutz, weswegen die Siedlungsplaner rücksichtvoll Distanz zu ihm wahrten. Wenn die Sossenheimer Speierlinge ihren Verpflanzungsschock überlebt haben, sollen im Herbst weitere sechs in den Frankfurter Grüngürtel gesetzt werden. Drei sollen Raithel zufolge im Palmengarten Wurzeln schlagen. Mit dem Geld soll dieser die Anpflanzung von Speierlingen und anderen Hochstammbäumen weiter forcieren.

Er selber hat 38 Bäume, die 8. Die jungen Bäume seien auch nicht teurer als andere Bäume etwa 25 Euro , eine Baumschule gibt es in Veitshöchsheim. Verarbeitung und Herstellung, Schaumwein, Obstbrand. Wer wann wo den ersten Apfelwein kelterte, liegt im Dunkel der Geschichte. Aber einer guten Idee ist es bekanntlich schnuppe, wer sie hat.

Es wird geschätzt, dass allein in Hessen jährlich etwa 70 Millionen Liter Apfelwein produziert werden, davon allein etwa 30 Millionen Liter im Frankfurter Raum. Möglichst viele Apfelsorten beziehungsweise deren Saft werden miteinander vermischt, es werden jedoch keine Speiseäpfel verwendet, da diese zu wenig Säure enthalten. Es werden frisch geschüttelte, baumreife Äpfel verwendet, da sie verarbeitet werden müssen, so lange sie noch voller Saft sind.

Die Früchte aus den Supermarktregalen sind davon weit entfernt und haben zudem ein viel zu dicke Schale. Einige Hundert beliefern sein Unternehmen jedes Jahr. Deshalb kämpfen die Keltereien auch um den Erhalt der alten Streuobstwiesen. Viele Obstgärten seien der Flurbereinigung zum Opfer gefallen.

Die Kelter treffen sich deshalb mit den Bauern, machen ihnen Angebote und versuchen, für den Erhalt der Wiesen zu werben. Kreativität im Apfelweingeschäft scheint auch dringend nötig.

Darauf müsse die Industrie reagieren, weshalb. Apfel ist ja nicht gleich Apfel. Die beste Zeit ist Oktober. Erste mechanische Pressen kam aus England und Frankreich. Die Presse ist bereits aller Qualität Anfang. Sie hat ein Fassungsvermögen von vier Tonnen. Nach der Saison erst steht die Generalsäuberung an: Ein solch gutes Stück hat natürlich seinen Preis. Dieses sollte etwa 45 bis 50 Grad Oechsle betragen. Apfelwein erreicht in manchen Jahren einen Mittelwert von 50 Grad Öchsle und mehr erreicht.

Die 45 Grad Oechsle sind allerdings nur das verkehrsfähige Minimum, die einen Alkoholgehalt von 5 Prozent ergeben.

Normal sind 49 Grad Oechsle. Aber es werden auch einmal 55 Grad erreicht. Dann kommt die Gärung. Die Behälter dürfen nicht zu voll sein, da der Most beim Gären stark schäumt und an Volumen gewinnt. Oder er wird zu Speierling. Der Speierlingsaft beseitigt die natürliche Trübung. Apfelwein wird ohne Zugabe von Wasser und Zucker aus mehreren Apfelsorten gekeltert und vergoren. Geläufig ist Apfelwein im hessischen Volksmund auch als Äppelwoi oder Schoppe. Die faulen Äpfel werden ausgelesen, rutschen aber auch bei der Kleinherstellung gelegentlich durch.

Mostmilchsäure wird wirklich nur bei säurearmen Äpfeln zugesetzt. Der Schwefel ist generell als Zusatz zugelassen und wird in kleinen Mengen zugesetzt geringer als beim Traubenwein.

Beim Apfelwein sind mg Schwefel zugelassen, bei Traubenwein mg. Die Kelterei Possmann verwendet nur 70 mg. Durch das Eindicken gehen aber die natürliche Aromen verloren und müssen nachher wieder künstlich hinzugesetzt werden. Der Apfelwein wird durch schonende Wärmebehandlung haltbar gemacht und danach abgefüllt. Er kommt in Lagerfässer oder Lagertanks. Bakterien erzeugen aufgrund ihrer Oxidation viel Luft, die sich ebenfalls auf den Geschmack auswirkt.

Stier schwört deshalb auf Edelstahl. Apfelwein enthält nur fünf bis sechs Prozent Alkohol - halb so viel wie Traubenwein. Um war der Publikumsgeschmack noch rustikal. Inzwischen sind die Äpfel aus den charakterstarken alten Sorten, mit viel Säure. Die ist aber schon in den Äpfeln drin. Nach zwei bis drei Wochen ist der Wein halb vergoren.

Ziel in dieser Phase ist eine langsame, schöne Gärung. Ist die Hefe dann auf den Boden des Fasses gesunken, wird der Wein vom Hefebett abgezogen und in frischen Fässern gelagert.

Um die Weihnachtszeit ist der neue Apfelwein ausgegoren. Er enthält fünf bis sechs Prozent Alkohol. Dies führt zu dem frischen, herben Geschmack. Der Rest ist brauner Trester mit farbigen Schalensprengseln. Vielfach wird er an Schäfer abgegeben. Zur Gärung wird üblicherweise dem Most Reinzuchthefe zugesetzt. So wird es auch in den Lehranstalten vermittelt.

Sie haben ihren Most der Eigenhefe des Apfels überlassen. Der Apfelwein wirkt so geschmacklich derber. Bei dem hieraus entstellenden Zufallsprodukt ist Qualität meist Glückssache. Geschmack und Geruch fauler Äpfel oder bitteren Schwefels sind ganz und gar nicht gesund. In solchen Fällen sollte man durchaus seinem Gaumen vertrauen.

Und endlich sieht man sich wieder mal von Angesicht zu Angesicht. Das Erlebnis Apfelwein ist damit noch lange nicht zu Ende. Und die nächsten Events sind schon nahe: Selbstkeltern ist an sich kein Problem. Das wichtigste dabei ist die Sauberkeit. Es geschieht unweigerlich das Wunder: Der Saft beginnt zu gären: Er mussiert, blubbert, wird stürmisch. Sie brauchen nichts zu tun. Entweder den Rauscher abziehen oder liegenlassen. Aus dem Rauscher wird automatisch guter Apfelwein. Selbstgemachter schmeckt jedenfalls am besten.

Günther Possmann allerdings warnt vor dem Selbstkeltern: Es besteht die Gefahr der Infektion, es kann zu unkontrollierter Gärung kommen, die zu schlechtem Geschmack führt, da der geringe Alkoholgehalt nicht vor Verderb schützt. Der Apfelwein fällt leicht um und bekommt leicht einen Essigstich. So war es jedenfalls früher, als die Kunst des Abfüllens und des Versands noch nicht so perfekt beherrscht wurde. Aber das Stöffche am Ort der Herstellung zu süffeln, ist gar nicht so einfach.

Immer weniger der Wirte, darunter selbst Mitglieder der Vereinigung, keltern noch selbst. Was ist dran an diesen Gerüchten? Wir haben uns einmal umgehört. War es wirklich Selbstgekelterter? Wolfgang Schlagmüller findet das nicht. Aber beim Blick ins Lokal stellt man fest: Das ist keine Massenware. Heinz Deisenroth von Possmann in Rödelheim: In der Zeit nach dem Krieg wurde der Apfelschaumwein heruntergewirtschaftet.

In den letzten Jahren erlebt er eine kleine Wiedergeburt. Zwar gärt wie beim traditionellen Verfahren der werdende Sekt in der Flasche, wird dann aber in Drucktanks umgefüllt transvasiert , blank gefiltert und wieder auf neue Flaschen abgefüllt. Im eigenen Keller fand der junge Jörg den idealen Ort um zu experimentieren. Seit hat er die Produktion wieder aufgenommen. Sie beansprucht eine Menge Zeit und fordert auch zuletzt eine gehörige Portion Idealismus.

Um sie wieder hineinzukriegen,wird sie durch eine zweite Gärung gewonnen. Eine Gärdosage aus Zucker und Champagnerhefen wird in die Flaschen gefüllt. Da die Flaschen verschlossen sind, kann bei dieser zweiten Gärung die Kohlensaure nicht mehr entweichen und verbindet sich mit dem Getränk. Der gefrorene Hefesatz sitzt jetzt auf dem Kronkorken fest. Der Kronkorken wird dann mit einem speziellen Degorgierhaken abgerissen.

Wird die Flasche zu spät umgedreht, sprudelt zu viel von dem wertvollen Schaumwein heraus. Den Schaumwein gibt es in verschiedenen Sorten. Stier kann nur 3. Nur fünf bis acht Tropfen eines Beeren-Elixiers färben den prickelnden Wein zart rot.

Was genau die Färbung ausmacht, sagt Stier nicht. Es ist noch früh am Tag. Haeusler gibt es auf Anfrage. Cidre-Schaumwein ist der Schaumwein nur aus dem reinen Apfel. Zu zeitintensiv und mühevoll ist die Arbeit und zu beschränkt sind seine Kapazitäten. Heute entsteht jedes Möbelstück in Massenproduktion. Genauso ist es mit dem Sekt.

Es ist doch eigentlich wider die Natur, nicht ein Apfel sieht aus wie ein zweiter, nicht einer schmeckt genauso wie der andere. Die wahre Individualität des Produktes, geschaffen mit den Händen eines Menschen, gibt es kaum mehr. Apfelschnaps Calvados hat sich in Deutschland nicht durchgesetzt. Danach wurden dann die Klippen und später die Landschaft und der Schnaps benannt.

Cidre, Calvados und Camembert. Heute ist er sicher: Die Gründe liegen für ihn auf der Hand: Um den Absatz der Schnäpse brauchen sich die meisten Edelbrenner im Odenwald kaum zu sorgen. Ein Schelm, der Böses beim Schnapsbrennen denkt. Auch in der Wetterau gibt es Edelbrenner. Das kostet schon eine Zulassungsgebühr von Auch eine schöne Verpackung fördert den Absatz der Wetterauer Edelobstbrände. Diese Flaschen werden besonders von jungen Frauen gekauft.

Bei den Herstellern und auf manchen Märkten gibt es die hochprozentigen Wässer für etwa 30 Mark je halben Liter. Einige Prozente mehr weisen der Hefebrandschnaps aus dem Apfelweinsediment und der Apfeltrester auf. Dessen italienische Vertreter mundet vielen als Grappa. Manche sind im Handel gar nicht erhältlich. Jeder Brenner kann Proben für eine Prämierung einreichen.. Als Unterlage für die Schnäpse gibt es von Für Kinder gibt es Obstsaftproben mit Herrmann, dem Hamster.

Der Wetterauer Obstbrandtag würdige das handwerkliche Können der Brenner. Er sensibilisiere zudem die Bevölkerung für die Probleme der Erhaltung der Streuobstbestande. Diese Zusammenstellung gibt es sonst nirgends auf der Welt.

So ist es auch alte Tradition. Seine beste Trinktemperatur liegt zwischen 11 bis 14 Grad C, andere wie Günther Possmann halten das für zu niedrig und wollen 13 bis 15 Grad haben.

Der Bembel ist das jüngste Stück der Apfelweinkultur. Die Herkunft des Namens ist nicht sicher. Die Form hingegen ist nachvollziehbar. Krüge gab es schon immer. Der bauchige Bembel aber wird erstmals schriftlich erwähnt. Der leicht silbrige Glanz der Bembel stammt vom Kochsalz, das am Ende des Brennvorgangs in den Brennofen gegeben wird, deshalb spricht man von der Salzglasur.

Friedrich Stoltze dichtete: Am wohlsten aber fühlt er sich doch in Sachsenhausen, dem eigentlichen Äbbelwei-Paradies. Bembel der Firma Possmann kann man über das Internet bestellen.

Gleiches gilt für die Regalwände im Inneren. Ihr Laden ist eine der letzten Bembel-Bastionen: Sehr viele Werkstätten, die Bembel nach alter Tradition von Hand töpfern, bemalen und unter Salzzufuhr brennen, auch nicht mehr, sagt die Rheinland-Pfälzerin.

Geliefert werde - von Touristenbestellungen abgesehen - tatsächlich fast nur noch nach Hessen: Seit jeher hatte der Frankfurter Bierkrüge, Bembel. Jetzt hängt sie selbst an den Dippe und könnte sich nichts Besseres vorstellen. Sie spricht von Glück, nicht von Anstrengung.

Vermutlich hält das jung: Die volkstümliche Erklärung lautet deshalb: Das Glas ist der älteste Gegenstand der Apfelweinkultur. Und das aus gutem Grund: Da sollte das typische Glas eben nicht aus der Hand rutschen. Das Rippenglas macht einfach mehr her und ist auch besser in der Hand zu halten als ein glattes Glas. Produziert wurden die Gläser in den üppigen Wäldern zwischen Kassel und Aschaffenburg Waldglas aus dem Spessart gab es schon immer.

Es wurde im Wald hergestellt, um den Transport des Holzes zu sparen. Kieselsteine und Pottasche gab es nämlich im Spessart auch. Die ältesten Gläser gibt es aus dem Jahrhundert, sie waren in Altäre eingemauert.

Im Frankfurter Museum sind die Gläser die wertvollsten Stücke. In unseren Regionen treten sie etwa im Jahrhundert auf, sowohl in der Schweiz als auch in Süddeutschland und im Rheinland. Die Verwendung von Modeln ist beim mittelalterlichen Glas eine der beliebtesten Verzierungstechniken. Seit der Römerzeit ist das optische Blasen kontinuierlich ausgeübt worden. Der älteste Hinweis findet sich jedenfalls auf einem Gemälde eines Kölner Meisters aus dem Jahre Es war nicht üblich, an den Gläsern für den täglichen Gebrauch Henkel anzubringen.

Man schätzte eine besondere Art zu trinken, nämlich das Glas beim Trinken mit beiden Händen zu umfassen. Gängig war früher das Glas mit einem Fassungsvermögen von 0,3 Litern. In einigen traditionsreicher Apfelweinlokalen wird es noch heute verwendet. Offenbar unterstellte man den Damen geringere Trinkfreudigkeit, was heutzutage wohl niemand mehr zu behaupten wagt.

Sie sind aus Pressglas und voll standardisiert. Einige Gläser hatten auch runde Vertiefungen. Eingeschenkt wird Äppelwoi stilgerecht aus einem Bembel, getrunken aus einem Gerippten. Der Bembel ist ein dickbauchiger Krug aus Steingut. Er hat eine graue Grundfarbe und ein blaues Muster.

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